Was ist Greyware?

20. März 2024

Greyware ist Software, die in eine Grauzone zwischen legitimer Software und fällt Malware. Es umfasst eine breite Palette von Softwaretypen, die die Systemleistung beeinträchtigen und den Datenschutz gefährden können, darunter Adware, Spyware, Dialer, Scherzprogramme oder Tracking-Cookies. Greyware soll keinen Schaden anrichten, kann aber dennoch aufdringlich sein, möglicherweise vertrauliche Informationen preisgeben und die Systemintegrität beeinträchtigen.

Arten von Greyware

Es gibt viele Arten von Greyware, die die Systemleistung beeinträchtigen.

Adware

Adware oder werbeunterstützte Software ist eine Art Greyware, die Werbung ohne die ausdrückliche Zustimmung des Benutzers anzeigt. Diese Anzeigen erscheinen als Pop-ups, Banner oder unerwünschte Weiterleitungen in Internetbrowser. Ihr Ziel besteht darin, Produkte und Dienstleistungen zu bewerben, aber letztendlich beeinträchtigen sie das Benutzererlebnis, indem sie die Geräte verlangsamen und verbrauchen Bandbreiteund unübersichtliche Bildschirme.

Adware birgt auch erhebliche Sicherheitsrisiken. Es überwacht das Benutzerverhalten, sammelt und teilt persönliche Informationen ohne die Zustimmung des Benutzers und gefährdet seine Privatsphäre. In besorgniserregenderen Fällen dient Adware als Einfallstor für Malware und verleitet Benutzer dazu, auf Anzeigen zu klicken, die sie zu schädlichen Websites oder infizierter Software führen.

Spyware

Spyware dient dazu, den Computer des ahnungslosen Benutzers zu überwachen und Informationen zu sammeln. Es verfolgt persönliche Daten wie Surfgewohnheiten, Tastenanschläge, Benutzeranmeldungen und Finanzinformationen. Spyware wird zu Werbezwecken, zum Identitätsdiebstahl oder zur Unternehmensspionage eingesetzt.

Spyware wird mit Antiviren- und Anti-Spyware-Software, regelmäßigen Systemscans und Patches zum Schutz bekämpft Schwachstellen. Die Aufklärung der Benutzer über sicheres Surfen trägt wesentlich dazu bei, während strenge Zugriffskontrollen und Netzwerksicherheitsrichtlinien als zusätzlicher Schutz vor Spyware dienen.

Browser Hijacker

Browser-Hijacker manipulieren Webbrowser-Einstellungen ohne die Erlaubnis des Benutzers, um sie in unerwünschte Bereiche umzuleiten Webseiten, ihre Standardsuchmaschine ändern oder die Startseite so ändern, dass Anzeigen und andere gesponserte Inhalte angezeigt werden. Ihr Ziel ist es, Werbeeinnahmen zu generieren oder die Sichtbarkeit von Websites mit geringem Traffic zu erhöhen.

Um ihre Systeme vor Browser-Hijackern zu schützen, müssen Benutzer bei der Installation von Software vorsichtig sein, indem sie sich für benutzerdefinierte Installationen entscheiden und nicht benötigte gebündelte Software abwählen. Darüber hinaus ist es wichtig, regelmäßig Schwachstellen zu beheben und seriöse Antiviren- und Anti-Malware-Lösungen zu verwenden.

Dialer

Dialer waren bei der Nutzung von DFÜ-Internetverbindungen weit verbreitet. Sie änderten heimlich die Einwahleinstellungen eines Computers, um ohne Erlaubnis des Benutzers Premium-Telefonnummern anzurufen, was zu Gebühren auf der Telefonrechnung führte.

Da mobile Verbindungen heutzutage weit verbreitet sind, sind Dialer-Angriffe seltener. Sie stellen jedoch weiterhin ein Problem für Benutzer von DFÜ-Verbindungen dar. Ihnen wird empfohlen, robuste Sicherheitsmaßnahmen wie Antiviren- und Anti-Malware-Software einzusetzen und regelmäßige Updates durchzuführen, um das System vor Schwachstellen zu schützen.

Scherzprogramme

Scherzprogramme zielen darauf ab, Benutzer zu überraschen, zu alarmieren oder zu amüsieren, indem sie unerwartete Nachrichten anzeigen, Desktopsymbole ändern oder Systemfehler simulieren. Scherzprogramme sind im Allgemeinen nicht dazu gedacht, Daten zu stehlen, aber sie stiften Verwirrung, stören die Arbeitsumgebung, lenken Benutzer ab und verursachen unnötigen Stress.

Um dies zu verhindern, sollten Benutzer Vorsicht walten lassen, wenn sie Software aus unbekannten Quellen herunterladen und installieren. Regelmäßige Systemscans helfen dabei, unberechtigte Anwendungen zu erkennen und zu entfernen und eine produktive Arbeitsumgebung sicherzustellen.

Tracking cookies

Cookies sind kleine Datenstücke, die Surfaktivitäten und Benutzerpräferenzen überwachen. Sie merken sich Anmeldedaten oder Warenkorbinhalte über mehrere Websites hinweg, um die Benutzererfahrung zu verbessern. Tracking-Cookies werfen jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf, da sie über diese Funktionen hinausgehen und Daten über verschiedene Websites hinweg für gezielte Werbezwecke sammeln.

Um diese Bedenken auszuräumen, verlangen Webbrowser und Regulierungsbehörden von Benutzern, dass sie ihre Browsereinstellungen anpassen, um Cookies zu blockieren oder einzuschränken, Erweiterungen zum Blockieren von Trackern zu installieren oder private Browser zu verwenden. DSGVO ist ein EU-Gesetz, das vorschreibt, dass Websites vor der Speicherung von Cookies die Zustimmung des Benutzers einholen müssen, wodurch die Transparenz erhöht wird und Benutzern die Möglichkeit gegeben wird, die Verwendung von Cookies abzulehnen.

Potenziell unerwünschte Programme (PUPs)

PUPs wirken sich negativ auf das Benutzererlebnis, den Datenschutz und die Systemleistung aus. Sie werden normalerweise mit anderer Software gebündelt, sodass Benutzer sie ohne Wissen installieren. Zu den PUPs gehören Symbolleisten, Systemoptimierer und Adware, die das System überladen, die Leistung verlangsamen und unerwünschte Werbung anzeigen.

Um ihre Systeme vor PUPs zu schützen, müssen Benutzer bei der Installation von Software wachsam bleiben und jede zusätzliche Software, die sie nicht benötigen, abwählen. Regelmäßige Antiviren-Updates und Systemprüfungen tragen ebenfalls wesentlich dazu bei, Schäden durch PUPs zu verhindern.

Riskware

Unter Riskware versteht man legitime Software, die Schwachstellen enthält, die von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden könnten. Zu Riskware gehören Fernzugriffstools, Dateifreigabeprogramme und Verwaltungsprogramme, die in den falschen Händen gefährlich sein können.

Um diese Risiken zu mindern, sollten Benutzer strenge Sicherheitsprotokolle implementieren und die Softwareumgebung regelmäßig überwachen. Dazu gehört das regelmäßige Patchen von Software, der Einsatz von Sicherheitslösungen, die bösartige Aktivitäten erkennen und blockieren, und die Konfiguration von Firewalls, um unbefugten Zugriff zu verhindern.

Was ist Madware (mobile Adware)?

Malware zielt auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets ab, indem sie diese über kostenlose Apps oder mobile Spiele infiltriert. Diese Anwendungen sind mit übermäßiger Werbung in Form von Pop-ups, Bannern oder Benachrichtigungen gefüllt, die das Benutzererlebnis stören und zu einer verminderten Geräteleistung führen. Madware stellt ein Sicherheitsrisiko dar, da sie ohne deren Wissen die Standorte, den Browserverlauf und die App-Nutzung der Benutzer preisgibt.

Madware fügt sich leicht in legitime mobile Anwendungen ein, was es für Benutzer schwierig macht, sie zu identifizieren und zu entfernen. Sie beeinträchtigen die Funktionalität mobiler Geräte, indem sie Bandbreite verbrauchen und die Akkulaufzeit verkürzen. Benutzern wird empfohlen, Apps von seriösen Quellen herunterzuladen, die App-Berechtigungen vor der Installation sorgfältig zu lesen und mobile Sicherheitssoftware zu verwenden, die unerwünschte Adware blockiert.

Wie erkennt man Greyware?

Die Erkennung von Greyware erfordert einen vielschichtigen Ansatz, der die folgenden Prinzipien kombiniert:

  • Verwenden Sie Antiviren- und Anti-Malware-Software Entwickelt, um ein breites Spektrum an Greyware zu erkennen und sicherzustellen, dass sie auf die neuesten Versionen aktualisiert wird.
  • Überwachen Sie die Systemleistung um ungewöhnliches Systemverhalten wie Verlangsamungen, häufige Abstürze oder erhöhte CPU-Auslastung zu erkennen, die auf das Vorhandensein von Greyware hinweisen könnten.
  • Überprüfen Sie installierte Programme und Erweiterungen für unbekannte oder unerwartete Einträge, bei denen es sich um Greyware handeln könnte.
  • Beobachten Sie das Anzeigen- und Popup-Verhalten um nach verdächtigen Weiterleitungen oder Browser-Hijacker-Infektionen zu suchen.
  • Überprüfen Sie die Datenschutzeinstellungen und Berechtigungen um nach Anwendungen zu suchen, die unnötige Berechtigungen erfordern, was bedeuten könnte, dass es sich um Greyware handelt.
  • Analysieren Sie den Netzwerkverkehr um ungewöhnliche oder unerwartete Netzwerkaktivitäten zu erkennen Datenübertragungen.
  • Informieren Sie sich und Ihre Mitarbeiter über die neuesten Arten von Greyware, um Angriffe leichter erkennen und verhindern zu können.
  • Aktualisieren Sie die Software regelmäßig um das System vor Schwachstellen zu schützen, die von Greyware ausgenutzt werden könnten.

Wie schützt man sich vor Greyware?

Benutzer und Organisationen verhindern Greyware-Angriffe durch Aufklärung, Sensibilisierung und regelmäßige Systemaktualisierungen.

Es ist wichtig, Antiviren- und Anti-Malware-Software von seriösen Quellen zu installieren. Lesen Sie während der Installation die Anweisungen und Benutzervereinbarungen sorgfältig und gründlich durch und deaktivieren Sie alle Programme im Softwarepaket, die Sie für unnötig halten. Aktualisieren und patchen Sie die Software nach der Installation regelmäßig, um die Ausnutzung von Schwachstellen zu verhindern.

Als zusätzliche Sicherheitsebene verwenden Sie Firewalls die den ein- und ausgehenden Netzwerkverkehr überwachen und verdächtige Aktivitäten blockieren. Überwachen Sie die Systemleistung und das Systemverhalten regelmäßig auf ungewöhnliche Aktivitäten und passen Sie die Browser- und Mobilgeräteeinstellungen an, um böswillige Downloads, Pop-ups und Browser-Weiterleitungen zu verhindern. Zum Schluss: Behalten die Datenerfassung backups Außerhalb des Standorts, um im Falle eines Systemausfalls eine schnelle Rückkehr zum Normalbetrieb sicherzustellen.


Anastazija
Spasojević
Anastazija ist eine erfahrene Content-Autorin mit Wissen und Leidenschaft für cloud Computer, Informationstechnologie und Online-Sicherheit. Bei phoenixNAP, konzentriert sie sich auf die Beantwortung brennender Fragen zur Gewährleistung der Datenrobustheit und -sicherheit für alle Teilnehmer der digitalen Landschaft.