Was ist Shareware?

December 30, 2025

Shareware bezeichnet ein Softwarevertriebsmodell, bei dem Benutzer eine Software herunterladen und ausprobieren können. Anwendung Kostenlos testen, bevor Sie entscheiden, ob Sie dafür bezahlen möchten.

Was ist Shareware?

Was ist Shareware?

Shareware ist Software, die zu geringen oder gar keinen Kosten vertrieben wird, damit Nutzer sie vor dem Kauf einer Lizenz testen können. Der Entwickler erlaubt bewusst das Kopieren und Weitergeben des Installationsprogramms, um die Reichweite zu erhöhen. Die Software ist jedoch weiterhin urheberrechtlich geschützt und unterliegt einer Lizenzvereinbarung, die den Begriff „Testnutzung“ definiert.

In der Praxis liegt Shareware typischerweise zwischen Freeware Bei kostenpflichtiger kommerzieller Software erhalten Sie Zugriff auf das Produkt, wobei erwartet wird, dass Sie zahlen, wenn Sie es weiterhin nutzen, den vollen Funktionsumfang nutzen oder Einschränkungen wie Zeitbegrenzungen, Nutzungslimits, Wasserzeichen, Werbung oder Leistungseinschränkungen aufheben möchten. Die Testphase wird technisch (z. B. durch ein Zeitlimit oder die Sperrung von Funktionen) oder vertraglich (durch die Lizenzbedingungen und die Einhaltung der Nutzervorgaben) durchgesetzt.

Shareware kann direkt vom Anbieter oder über Downloadseiten vertrieben werden, und die Zahlung schaltet in der Regel die Vollversion über einen Lizenzschlüssel, eine Kontoaktivierung oder eine verbesserte Version frei.

Welche verschiedenen Arten von Shareware gibt es?

Shareware gibt es in einigen gängigen „Testversion mit anschließender Kaufoption“. Die Unterschiede liegen hauptsächlich darin, was während der Testphase eingeschränkt ist (Zeitraum, Funktionen, Nutzung oder Komfort) und wie man die Vollversion freischaltet. Dazu gehören:

  • Testversion (zeitlich begrenzte Shareware). Bietet für einen festgelegten Zeitraum (z. B. 7 oder 30 Tage) vollen oder nahezu vollen Funktionsumfang. Nach Ablauf des Testzeitraums kann die App nicht mehr funktionieren, in einen eingeschränkten Modus wechseln oder einen Lizenzschlüssel zur weiteren Nutzung erfordern.
  • Freemium-Shareware (mit eingeschränktem Funktionsumfang)Die Basisversion ist dauerhaft kostenlos, erweiterte Funktionen, höhere Limits, Integrationen oder Premium-Support sind jedoch kostenpflichtig. Dies ist üblich bei Produktivitätstools, deren Kernfunktionen kostenlos sind, während erweiterte Funktionen kostenpflichtig sind.
  • Nagware (erinnerungsbasiert). Die Software funktioniert zwar weiterhin, fordert Sie aber wiederholt durch Pop-ups, Banner, Startbildschirme oder regelmäßige Erinnerungen zum Kauf auf. Die „Beschränkung“ besteht hauptsächlich in der Bequemlichkeit und der Reduzierung von Unterbrechungen nach der Zahlung.
  • Adware-finanzierte Shareware. Die kostenlose Version wird durch Werbung finanziert, die in der Benutzeroberfläche oder als Werbeangebote erscheinen kann. Durch die Bezahlung werden die Werbeanzeigen in der Regel entfernt und möglicherweise zusätzliche Funktionen oder eine flüssigere Benutzererfahrung freigeschaltet.
  • SpendengeschirrDer Entwickler ermöglicht die fortlaufende Nutzung ohne verpflichtende Zahlung, begrüßt aber freiwillige Beiträge. Manche Donationware bietet Vorteile (wie Bonusfunktionen oder schnellere Updates), während andere ausschließlich auf Wohlwollen setzen.
  • Shareware mit Nutzungsbegrenzung oder nutzungsabhängiger Abrechnung. Die App ist eher durch die Anzahl oder Kapazität als durch die Zeit begrenzt, beispielsweise durch die Anzahl der gescannten Exporte. DateienGeräte, Projekte oder ein monatliches Kontingent. Durch die Zahlung werden Obergrenzen aufgehoben oder Limits erhöht.
  • Crippleware (stark eingeschränkt)Eine bewusst eingeschränkte Version, bei der wichtige Funktionen deaktiviert sind (z. B. Speichern, Exportieren, Drucken oder die Verwendung bestimmter Werkzeuge). Sie dient dazu, die Benutzeroberfläche und den Arbeitsablauf zu demonstrieren und gleichzeitig die für die praktische Arbeit notwendige Vollversion bereitzustellen.

Beispiele für Shareware-Software

Hier sind einige bekannte Beispiele für Shareware-Software, die jeweils ein gängiges Shareware-Modell veranschaulichen:

  • WinRAREin klassisches Beispiel für Nagware. Es bleibt nach der Testphase voll funktionsfähig, erinnert die Benutzer aber ständig daran, eine Lizenz zu erwerben.
  • WinZipBietet vollen Funktionsumfang für einen begrenzten Testzeitraum; die weitere Nutzung ist kostenpflichtig. Es handelt sich um eine typische, zeitlich begrenzte Testversion.
  • Internet Download Manager (IDM). Bietet während eines Testzeitraums volle Funktionalität, deaktiviert anschließend den Download bis zum Kauf einer Lizenz.
  • Erhabener Text. Kann unbegrenzt kostenlos genutzt werden, zeigt aber häufige Kauferinnerungen an. Durch Zahlung werden die Aufforderungen entfernt und die Weiterentwicklung unterstützt.
  • Total CommanderEin Dateimanager, der auch nach Ablauf der Testphase noch funktioniert, aber bis zum Erhalt einer Lizenz Erinnerungen anzeigt und den Bedienkomfort einschränkt.

Wie funktioniert Shareware?

Shareware funktioniert so, dass Sie die Software zunächst testen und erst dann zum Kauf aufgefordert werden, wenn Sie bestätigt haben, dass sie Ihren Bedürfnissen entspricht. Die Testphase wird üblicherweise durch Zeitlimits, Funktionsbeschränkungen, Nutzungsbegrenzungen oder regelmäßige Kauferinnerungen eingeschränkt. So funktioniert es genau:

  1. Sie laden die Software herunter und installieren sie. Der Entwickler stellt das Installationsprogramm kostenlos zur Verfügung (oft über seine Website oder eine Download-Plattform), sodass Sie es unkompliziert testen können.
  2. Die App läuft standardmäßig im Testmodus. Beim ersten Start kennzeichnet es die Installation als nicht lizenziert und legt die Evaluierungsregeln fest, wie z. B. eine Testphase, eingeschränkte Funktionen oder eine begrenzte Nutzung, damit der Entwickler Zugriff anbieten und gleichzeitig die kostenpflichtige Version schützen kann.
  3. Man verwendet es für reale Aufgaben, um die Passung zu beurteilen. Ziel der Testphase ist es, Ihnen die Möglichkeit zu geben, zu prüfen, ob die Software Ihr Problem löst, mit Ihrem System kompatibel ist und die benötigte Leistung und den erforderlichen Workflow bietet.
  4. Testkontrollen gewährleisten die Einhaltung der „Erst testen, dann kaufen“-Grenze.Während der Nutzung erfasst die Software Zeitaufwand, Funktionszugriffe und Nutzungshäufigkeit (z. B. Exporte oder Speichervorgänge), um sicherzustellen, dass die Auswertung innerhalb der vorgesehenen Grenzen bleibt.
  5. Die Software fordert Sie zum richtigen Zeitpunkt zum Upgrade auf.Wenn Sie an ein Limit stoßen, sich dem Ende der Testphase nähern oder eine gesperrte Funktion benötigen, zeigt die App Upgrade-Benachrichtigungen an, damit Sie wissen, was Sie durch die Zahlung erhalten und welche Änderungen sich nach der Lizenzierung ergeben.
  6. Sie erwerben eine Lizenz und aktivieren diese. Die Zahlung beinhaltet in der Regel einen Lizenzschlüssel, eine kontobasierte Aktivierung oder ein Upgrade der Version; die Aktivierung verknüpft Ihre Installation mit einer gültigen Lizenz und beseitigt die Einschränkungen der Testphase.
  7. Die App wechselt zur vollständigen Lizenzversion. Nach der Verifizierung wird die volle Funktionalität der Software freigeschaltet (und oft werden Erinnerungen oder Werbung entfernt), sodass Sie sie gemäß den Lizenzbedingungen uneingeschränkt weiter nutzen können.

Vorteile von Shareware

Vorteile von Shareware

Shareware ist beliebt, weil sie es Nutzern ermöglicht, Software unter realen Bedingungen zu testen, bevor sie dafür bezahlen. Sowohl für Nutzer als auch für Entwickler kann sie das Risiko reduzieren und die Auswahl, den Vertrieb und die Verbesserung von Software auf Basis von Feedback aus der Praxis erleichtern.

Vorteile von Shareware für die Nutzer

Shareware bietet Nutzern eine risikoarme Möglichkeit, Software zu testen, bevor sie Geld investieren oder ihren Arbeitsablauf ändern. Hier die wichtigsten Vorteile aus Nutzersicht:

  • Probieren Sie es aus, bevor Sie kaufenSie können sich vergewissern, dass das Tool Ihr Problem tatsächlich löst und zu Ihrem Arbeitsablauf passt, bevor Sie eine Lizenz erwerben.
  • Niedrigere AnschaffungskostenSie können die Software sofort ohne Budgetgenehmigung nutzen und zahlen erst, wenn sie sich als nützlich erweist.
  • Bewertung in der PraxisStatt sich auf Marketingaussagen zu verlassen, können Sie Leistung, Stabilität und Kompatibilität auf Ihrem eigenen Gerät und mit Ihren eigenen Dateien testen.
  • Einfacherer PreisvergleichShareware ermöglicht es, mehrere konkurrierende Tools zu installieren und Funktionen, Benutzerfreundlichkeit und Ergebnisse direkt miteinander zu vergleichen.
  • Zugriff auf alle Funktionen (oftmals zunächst). Viele Shareware-Apps bieten während der Testphase den vollen oder nahezu vollen Funktionsumfang, sodass Sie erweiterte Funktionen testen können und nicht nur eine Demoversion.
  • Flexglaubwürdige VerpflichtungJe nach Modell können Sie den kostenlosen Modus möglicherweise unbegrenzt nutzen (Freemium/Nagware) und erst dann upgraden, wenn Sie mehr Funktionen benötigen.
  • Klarer Upgrade-PfadWenn Ihnen das Produkt gefällt, ist die Lizenzierung in der Regel unkompliziert: Kaufen, aktivieren und Ihre Einstellungen und Dateien bleiben erhalten, ohne dass eine Neuinstallation oder Migration erforderlich ist.

Vorteile von Shareware für Entwickler

Für Entwickler ist Shareware eine praktische Möglichkeit, Software schnell an die Nutzer zu bringen und gleichzeitig Einnahmen zu generieren. Hier die wichtigsten Vorteile:

  • Geringere Reibungsverteilung. Wenn man Nutzern ermöglicht, die Software herunterzuladen und auszuprobieren, wird eine wichtige Hürde bei der Akzeptanz beseitigt und die Installationszahlen steigen im Vergleich zu Produkten, bei denen man zuerst bezahlen muss.
  • Mehr qualifizierte Leads. Die Testnutzer selektieren sich selbst, indem sie reale Arbeitsabläufe erproben. Käufe erfolgen daher tendenziell bei Personen, die bereits wissen, dass das Produkt ihren Bedürfnissen entspricht.
  • Schnellerer Feedback-Loop. Eine größere Nutzerbasis für die Evaluierung generiert Fehlerberichte, Erkenntnisse zur Benutzerfreundlichkeit und Funktionswünsche, die dazu beitragen, das Produkt zu verfeinern und die Fehlerbehebung zu priorisieren.
  • Bessere Konversionstests. Entwickler können mit Testdauer, Funktionsbeschränkungen, Preisstufen und Upgrade-Aufforderungen experimentieren, um die Konversionsrate zu verbessern, ohne das Kernprodukt zu verändern.
  • Marketing durch Teilen und SichtbarkeitDa das Installationsprogramm einfach zu verteilen ist, kann sich Shareware durch Mundpropaganda, Downloadseiten und Empfehlungen mit geringerem Vorlaufaufwand verbreiten.
  • Einnahmen ohne auf Werbung angewiesen zu sein. Im Gegensatz zu werbefinanzierten Modellen kann Shareware direkt über Lizenzen monetarisiert werden, was das Produkt oft sauberer und datenschutzfreundlicher hält.
  • Unterstützt mehrere Geschäftsmodelle. Shareware kann sich zu Freemium-Stufen, Abonnements oder kostenpflichtigen Upgrades weiterentwickeln und bietet Entwicklern so die Möglichkeit, … flexFähigkeit mit zunehmender Reife des Produkts und des Marktes.

Welche potenziellen Risiken birgt die Verwendung von Shareware?

Shareware kann praktisch sein, um Software vor dem Kauf zu testen, birgt aber auch Risiken. Die größten Risiken bestehen darin, woher man die Software herunterlädt, welchen Bedingungen man bei der Installation zustimmt und ob das Testmodell Datenschutz-, Sicherheits- oder langfristige Kostenprobleme mit sich bringt.

Risiken von Shareware für Benutzer

Shareware kann eine praktische Möglichkeit sein, Software vor dem Kauf zu testen, aber Benutzer sollten sich der üblichen Sicherheits-, Datenschutz- und Benutzerfreundlichkeitsrisiken bewusst sein, insbesondere wenn die Software von Websites Dritter heruntergeladen oder mit Zusatzprogrammen gebündelt wird:

  • Malware oder manipulierte Installationsprogramme aus inoffiziellen QuellenShareware wird häufig auf Downloadportalen gespiegelt, und einige Kopien können mit Schadcode versehen sein. Dieses Risiko ist am höchsten, wenn das Installationsprogramm nicht vom Entwickler oder einem vertrauenswürdigen Anbieter bezogen wird.
  • Gebündelte unerwünschte Software (PUPs). Manche Installationsprogramme enthalten optionale Zusatzinhalte wie Symbolleisten, Browsererweiterungen, „Systemoptimierer“ oder Werbeeinblendungen. Auch wenn diese nicht im engeren Sinne Schadsoftware sind, können sie die Leistung beeinträchtigen und die Systemarchitektur verändern. Browser Einstellungen und verursachen anhaltende Belästigungen.
  • Datenschutzverletzungen und Datenerfassung. Bestimmte Shareware-Produkte erfassen Nutzungsanalysen, Geräte-IDs oder das Verhalten innerhalb der App, um Testversionen oder Marketingmaßnahmen zu optimieren. Sind die Datenschutzbestimmungen unklar, geben Sie möglicherweise mehr Daten preis als erwartet, insbesondere bei werbefinanzierten oder Freemium-Tools.
  • Testbeschränkungen, die wichtige Arbeitsabläufe blockierenFunktionssperren, deaktivierte Speicher-/Exportfunktionen, Wasserzeichen oder Dateigrößenbeschränkungen können die Ausführung von Aufgaben verhindern. In manchen Fällen entdecken Benutzer kritische Einschränkungen erst, nachdem sie Zeit in die Einrichtung oder Konfiguration investiert haben.
  • Kompatibilitäts- und DateiformatbindungManche Shareware verwendet proprietäre Formate oder schränkt den Export während der Testphase ein. Das kann den späteren Wechsel zu einem anderen Tool erschweren oder dazu führen, dass man Dateien erhält, die man ohne Bezahlung nicht vollständig nutzen kann.
  • Verringerte Sicherheitslage, wenn die Software nicht mehr aktualisiert wirdÄltere Shareware, nicht mehr benötigte Produkte oder nicht lizenzierte „Testversionen auf unbestimmte Zeit“ erhalten möglicherweise keine zeitnahe Unterstützung. Sicherheits-PatchesDie Verwendung veralteter Software erhöht das Risiko von Sicherheitslücken.
  • Riskantes Verhalten im Umgang mit „gecrackten“ VersionenWenn die Testphase Einschränkungen unterliegt, suchen einige Nutzer nach Umgehungsmöglichkeiten oder Keygens. Diese stellen ein wichtiges Einfallstor für Malware dar und können zur Kompromittierung von Konten führen. Data Lossoder rechtliche Probleme.

Risiken von Shareware für Unternehmen

Shareware kann Evaluierungen und Pilotprojekte beschleunigen, doch im Geschäftskontext gehen die Risiken über die Sicherheit einzelner Geräte hinaus und umfassen Compliance, Beschaffung und Datenschutz. Hier sind die häufigsten Probleme, mit denen Unternehmen konfrontiert werden:

  • Lizenzverstöße und PrüfungsrisikenMitarbeiter nutzen Testsoftware möglicherweise über den zulässigen Zeitraum hinaus weiter oder installieren sie auf mehr Geräten, als die Lizenz erlaubt. Dies kann rechtliche Risiken, Prüfungen durch den Anbieter und ungeplante Nachzahlungskosten nach sich ziehen.
  • Schatten-IT und mangelnde Transparenz. Teams können Shareware ohne Genehmigung der IT-Abteilung herunterladen und so gängige Sicherheitskontrollen und die Nachverfolgung von Softwarebeständen umgehen. Dadurch wird es schwieriger nachzuvollziehen, welche Software im Einsatz ist, wer sie verwaltet und ob sie sicher ist.
  • Malware- und Lieferkettenrisiken durch den Vertrieb über Dritte. Unternehmenssysteme sind attraktive Ziele, und manipulierte Installationsprogramme oder kompromittierte Downloadseiten können Schadsoftware in die Systeme einschleusen. Ein infizierter Endpunkt kann zum Einfallstor für die Ausbreitung von Schadsoftware werden.
  • Datenlecks durch Telemetriedaten aus Testläufen oder WerbekomponentenManche Shareware erfasst Nutzungsdaten oder stellt Verbindungen zu Werbe-/Marketingdiensten von Drittanbietern her. Wenn das Tool auf Kundendaten, interne Dokumente oder Zugangsdaten zugreift, kann dies zu einem Datenschutz- und Regulierungsproblem werden.
  • Schwache Zusicherungen des Anbieters und unklare Supportverpflichtungen. Shareware-Anbieter bieten unter Umständen nur eingeschränkte Dokumentation, unregelmäßige Patches oder minimalen Support, bis Sie bezahlen. Dies kann die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle verlangsamen und das Betriebsrisiko bei kritischen Anwendungen erhöhen.
  • Unvorhersehbare Kosten und Reibungsverluste bei der BeschaffungTestversionen können schnell zu dringenden Käufen führen, sobald ein Team auf ein Tool angewiesen ist, was eine überstürzte Beschaffung erzwingt. Abonnementpreise, Regeln pro Arbeitsplatz, Add-ons und Verlängerungen können Budgetüberraschungen verursachen.
  • Betriebliche Abhängigkeit und Lock-inTeams können während der Evaluierung Arbeitsabläufe um ein Shareware-Tool herum aufbauen und dann wichtige Funktionen entdecken (Export, APIs, AutomatisierungFunktionen wie Kollaboration sind kostenpflichtig oder auf bestimmte Abonnementstufen beschränkt. Ein späterer Wechsel kann Nacharbeiten, Schulungen und Migrationskosten verursachen.
  • Konflikte zwischen Richtlinien und deren Einhaltung. Shareware erfüllt möglicherweise nicht die Unternehmensanforderungen für Verschlüsselung, Protokollierung, SSODatenresidenz, Aufbewahrung oder Zugänglichkeit. Die Nutzung kann dennoch dazu führen, dass das Unternehmen gegen interne Richtlinien oder externe Standards verstößt.
  • Uneinheitliche Versionierung zwischen den Teams. Verschiedene Benutzer verwenden möglicherweise unterschiedliche Versionen (Testversion vs. Lizenzversion, alte vs. neue Version), was zu Kompatibilitätsproblemen, inkonsistenten Ergebnissen und einer schwierigeren Fehlersuche für IT- und Supportteams führt.

Shareware-FAQ

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu Shareware.

Shareware vs. Freeware

Lassen Sie uns die Unterschiede zwischen Shareware und Freeware genauer vergleichen:

AspektSharewareFreeware
Kosten für den EinstiegKostenloser Download und Testversion, für die weitere oder vollständige Nutzung wird jedoch eine Zahlung erwartet.Die Nutzung ist komplett kostenlos und erfordert keinen Kauf.
ZweckEntwickelt, damit Benutzer die Software vor dem Kauf einer Lizenz testen können.Entwickelt, um volle Funktionalität kostenlos zu bieten.
NutzungsgrenzenÜblicherweise ist die Nutzung zeitlich, funktionsbeschränkt, nutzungsabhängig oder durch Erinnerungen eingeschränkt, bis die Zahlung erfolgt.In der Regel gibt es keine zeitlichen Beschränkungen oder Funktionseinschränkungen.
LizenzmodellLizenz auf Probebasis mit Bedingungen für Evaluierung und kostenpflichtige Nutzung.Kostenlose Lizenz, die die fortlaufende Nutzung erlaubt.
Upgrade-PfadDurch die Zahlung werden alle Funktionen freigeschaltet, Beschränkungen aufgehoben oder die weitere Nutzung ermöglicht.In der Regel ist kein kostenpflichtiges Upgrade erforderlich, einige Anbieter bieten jedoch optionale Spenden an.
VerteilungsmodellFördert den Austausch von Installationsanleitungen, um die Akzeptanz zu erhöhen.Kostenlos verbreitet und oft mit Open Access gebündelt.
User ExperienceKann Erinnerungen, Werbung, Wasserzeichen oder deaktivierte Funktionen enthalten.Unkompliziertes Einkaufserlebnis ohne Kaufaufforderungen.
Support und UpdatesVollständiger Support und Updates sind oft an eine kostenpflichtige Lizenz gebunden.Der Support ist unterschiedlich; Aktualisierungen hängen vom Entwickler ab.
Typische BeispieleDateikomprimierungstools, Hilfsprogramme, professionelle Desktop-Software.Mediaplayer, grundlegende Hilfsprogramme, kleine Produktivitätstools.

Ist Shareware illegal?

Nein, Shareware ist nicht illegal. Shareware ist ein legitimes und weit verbreitetes Softwarevertriebsmodell, bei dem Entwickler Nutzern legal erlauben, ihre Software unter bestimmten Lizenzbedingungen zu testen. Sie wird erst dann illegal, wenn der Nutzer gegen diese Bedingungen verstößt, beispielsweise indem er die Software nach Ablauf der Testphase weiterhin nutzt, ohne zu bezahlen, Lizenzkontrollen umgeht oder modifizierte oder gecrackte Versionen verbreitet.

Ist Shareware sicher?

Shareware kann sicher sein, ihre Sicherheit hängt jedoch von der Quelle, dem Anbieter und der Art der Installation und Nutzung ab. Wird Shareware direkt vom Entwickler oder einer vertrauenswürdigen Plattform heruntergeladen und auf klare Lizenz- und Datenschutzbestimmungen geprüft, ist sie in der Regel nicht riskanter als andere kommerzielle Software. Installationsprogramme von Drittanbietern können jedoch unerwünschte Programme oder in seltenen Fällen Schadsoftware enthalten, und manche Shareware sammelt während der Testphase Nutzungsdaten. Die Verwendung seriöser Quellen, das sorgfältige Lesen der Installationshinweise und die Aktivierung von Sicherheitssoftware reduzieren diese Risiken erheblich.

Ist Shareware kostenlos?

Shareware kann kostenlos heruntergeladen und ausprobiert werden, ist aber langfristig nicht kostenlos. Sie ermöglicht eine vorübergehende oder eingeschränkte Nutzung zum Testen der Software, doch für die weitere Nutzung, den vollen Funktionsumfang oder die Aufhebung aller Einschränkungen ist in der Regel der Kauf einer Lizenz erforderlich.

Läuft Shareware ab?

Ja, Shareware kann ablaufen, aber das hängt von der Gestaltung der Testversion ab. Manche Shareware läuft nach einer festgelegten Zeit ab und funktioniert dann nicht mehr oder ist eingeschränkt, während andere Versionen zwar nie vollständig ablaufen, aber weiterhin Einschränkungen wie deaktivierte Funktionen, Nutzungslimits, Erinnerungen oder Werbung bieten, bis eine Lizenz erworben wird.


Anastazija
Spasojević
Anastazija ist eine erfahrene Content-Autorin mit Wissen und Leidenschaft für cloud Computer, Informationstechnologie und Online-Sicherheit. Bei phoenixNAP, konzentriert sie sich auf die Beantwortung brennender Fragen zur Gewährleistung der Datenrobustheit und -sicherheit für alle Teilnehmer der digitalen Landschaft.